Freitag, 29. November, 2019

Neuerungen in den IAF-Prüfungsreglementarien:

(1) erleichterte Zulassung zum/zur dipl. Finanzberater/in IAF (2) Präzisierung der Prüfungsziele/-inhalte beim Fachausweis Finanzplaner/in

Am 1. Dezember 2019 treten folgende Neuerungen in Kraft und werden erstmals an den Prüfungen vom Juni 2020 wirksam:

(1) Dipl. Finanzberater/in IAF: Erleichterte Zulassung

Die Zulassungsvoraussetzungen für Kandidaten ohne anerkannten Bildungsabschluss (sogenannte Quereinsteiger) werden gelockert. Bisher mussten diese eine Berufspraxis im Finanzdienstleistungsbereich von mindestens fünf Jahren nachweisen. Neu muss eine Berufspraxis von fünf Jahren, davon mindestens ein Jahr im Finanzdienstleistungsbereich, nachgewiesen werden. Somit können also vier von fünf Jahren Berufspraxis in einer beliebigen Branche erworben werden.

Die Zulassungsvoraussetzungen für die Stufe Finanzplaner bleiben unverändert.

Artikel 8 der Prüfungsordnung wird wie folgt geändert.

Bisher:

Zur Fachprüfung wird zugelassen, wer:
a) ein Fähigkeitszeugnis einer mindestens dreijährigen Grundbildung oder einen gleichwertigen Ausweis besitzt und über ein Jahr Berufspraxis im Finanzdienstleistungsbereich verfügt, oder
b) eine zweijährige Grundbildung erfolgreich abgeschlossen hat und über fünf Jahre Berufspraxis, davon mindestens ein Jahr im Finanzdienstleistungsbereich, verfügt, oder
c) eine Berufspraxis im Finanzdienstleistungsbereich von mindestens fünf Jahren aufweist

 Neu:

Zur Fachprüfung wird zugelassen, wer:
a) ein Fähigkeitszeugnis einer mindestens dreijährigen Grundbildung oder einen gleichwertigen Ausweis besitzt und mindestens ein Jahr Berufspraxis im Finanzdienstleistungsbereich nachweist, oder
b) eine Berufspraxis von mindestens fünf Jahren, davon mindestens ein Jahr im Finanzdienstleistungsbereich, nachweist

Die revidierte Prüfungsordnung ist publiziert auf https://www.iaf.ch/bildungsabschluesse/dipl-finanzberater-iaf/reglemente/

 

(2) Finanzplaner/in mit eidg. Fachausweis: Präzisierung der Prüfungsziele/-inhalte

Der Kreis der Kunden, die beraten werden, wird genauer umrissen, insbesondere hinsichtlich Zu- und Wegzug ins bzw. nach dem Ausland.

Die Wegleitung wird wie folgt geändert:

S. 9, Art. III.3.1, lit a):
Bisher:

  • ....
  • Vorsorgeanalyse von Zuzügern aus einem EU-Staat
  • ...

Neu:

  • ....
  • Vorsorgeanalyse für Zu- und Wegzüger aus bzw. nach einem EU-Staat, beschränkt auf die Aspekte nach schweizerischem Recht
  • ...

S. 10, Kapitel 3.2, Einleitungstext:

Bisher:
3.2 Prüfungsteil "Finanzplanung für private Haushalte"
Beratung von Kunden in der Aufbauphase (aktive Erwerbsphase) und in der Phase der Pen-sionierung. Erkennen und Beurteilen der individuellen Kundensituation und Lebensphase, Er-fassung und Analyse von Kundenwünschen und -fakten,  Problemerkennung und -be-wertung, Erarbeiten von konkreten Massnahmen mit Lösungsvarianten, Umsetzung bis zum Verkaufsabschluss. – Dazu gehören insbesondere:

Neu:
Beratung von Kunden in der Aufbauphase (aktive Erwerbsphase) und in der Phase der Pensionierung. Es kann sich dabei auch um Kunden in komplexeren zivilrechtlichen Situationen (bspw. Konkubinat, eingetragene Partnerschaften), Selbständigerwerbende sowie Zu- und Wegzüger aus bzw. nach einem EU-Staat (beschränkt auf die Aspekte nach schweizerischem Recht) handeln. Erkennen und Beurteilen der…

Die revidierte Wegleitung ist publiziert auf https://www.iaf.ch/bildungsabschluesse/finanzplaner-mit-eidg-fachausweis/reglemente/