Bundesbeiträge an die Prüfungsvorbereitung

Stand November 2017

Der Bund leistet Subventionen an die Vorbereitungskosten für Prüfungen der höheren Berufsbildung. Wer einen eidgenössischen Fachausweis oder ein eidgenössisches Diplom anstrebt, erhält die Hälfte der Vorbereitungskosten vom Bund zurückerstattet. Damit soll die bisher stiefmütterliche Behandlung der höheren Berufsbildung im Vergleich zu den Fachhochschulen und Universitäten etwas verbessert werden.

Auf den 1. Januar 2018 tritt das neue Beitragssystem in Kraft. Der Bundesrat hat am 15. September 2017 die dafür notwendige Änderung der Berufsbildungsverordnung und die entsprechende Inkraftsetzung beschlossen.

  • Der Bund übernimmt bis zu 50 % der anrechenbaren Kursgebühren von Kursen, die auf Berufsprüfungen (eidg. Fachausweis) oder höhere Fachprüfungen (eidg. Diplom) vorbereiten.
  • Der Bundesbeitrag wird an die Studierenden (und nicht an das Ausbildungsinstitut) ausgerichtet. Dabei können Sie Bundesbeiträge nur in Anspruch nehmen, wenn die Rechnung für die Kurskosten auf Sie als Person sowie Ihre Privatadresse lautet und die Rechnung von Ihnen persönlich bezahlt wird. Es ist also nicht möglich, Subventionen für einen anderen Rechnungsempfänger bzw. Zahler, z.B. Ihren Arbeitgeber, zu erhalten. Sollte sich Ihr Arbeitgeber an Ihrer Weiterbildung finanziell beteiligen, müssen Sie eine Vereinbarung mit ihm treffen, damit die Kursrechnungen wie oben beschrieben direkt durch Sie beglichen werden können. Bei einer Verrechnung der Kurskosten an die Firmenadresse verzichten Sie oder Ihr Arbeitgeber auf eine Rückerstattung durch den Bund.
  • Bedingung ist das Ablegen (nicht aber das Bestehen) der eidgenössischen Abschlussprüfung.
  • Entsprechend wird der Bundesbeitrag erst nach der Abschlussprüfung ausbezahlt. Die Vorfinanzierung ist Sache der Studierenden. In bestimmten Härtefällen kann die Vorfinanzierung durch den Bund beantragt werden; die Modalitäten dafür sind noch nicht geregelt.
  • Das Finanzierungssystem gilt für alle Vorbereitungskurse, die ab dem 1. August 2017 starten; zeitgleich enden die verschiedenen Beitragssysteme auf Kantonsebene. Für Kurse ohne kantonale Subventionierung gilt die Beitragsberechtigung gar schon rückwirkend für Kursstarts ab dem 1. Januar 2017.
  • Am Beitragssystem für die Prüfungen ändert sich nichts.

Erklärvideo Bundenbeiträge eidgenössische Prüfungen hier

Für die Studiengänge zum dipl. Finanzberater IAF, zum Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und zum KMU-Finanzexperten mit eidg. Diplom bedeutet dies: 

  • Finanzplaner und KMU-Finanzexperte: Die Kurse sind beitragsberechtigt unter der Bedingung, dass die Abschlussprüfung abgelegt wurde.

  • Finanzberater: Die Module auf Stufe Finanzberater bilden eine reglementarische Voraussetzung für die Zulassung zur Finanzplaner-Prüfung. Daher sind auch Finanzberater-Kurse beitragsberechtigt, allerdings nur, falls die Finanzplaner-Prüfung abgelegt wurde.

  • Studierende können den Bundesbeitrag somit nach Ablegen der Abschlussprüfung einfordern. Dafür notwendig sind eine Zahlungsbestätigung des Kursanbieters und die Prüfungsbestätigung der IAF.

Weitergehende und aktuelle Informationen auf www.sbfi.admin.ch/finanzierung